Die Grundlagen zur Riester-Rente
Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Rentner immer stärker an.
Dagegen werden immer weniger Kinder geboren.
Die Folge ist, daß immer weniger Berufstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen, und somit mit Rentenkürzungen zu rechnen ist.
Für den Ruhestand auch privat vorzusorgen wird also unerlässlich.
Im Fall der Riester-Rente belohnt der Staat privates Engagement mit zusätzlichen Bonuszahlungen.
Wichtig!
Da der Aufwand zu Anfang der Riester-Rente sehr hoch war, fanden Kunder und Anbieter diese uninteressant.
"Riestern" ist jetzt kinderleicht, da seit 2005 so manche Hürde verschwunden ist.
Lassen Sie sich beraten!
Die Förderbeträge
Die Förderbeiträge, oder Zuschüsse, mit denen der Statt Riester-Sparer belohnt steigen jährlich an.
Von einem Förderbeitrag von maximal 76 EURO im Jahr 2005 auf inzwischen 154 EURO im Jahr 2008.
Bei einem Banksparvertrag kann man durch stattlicheFörderung je nach Einkommen, Vertragslaufzeit und Zuschüssen, Renditen von sieben bis neun Prozent erwarten. Mit einer riesterfähigen Lebensversicherung, bei entsprechendem Tarif, ist es außerdem auch möglich derartige Renditen zu erzielen. Verbraucherschützer empfehlen Lebensversicherung für Sparer, die etwa 40 Jahre alt sind. Jüngere Sparer sollten sich über die renditestarken Fondssparpläne informieren.
Wer wird gefördert?
Obwohl diese Sonderform der Altersvorsorge prinzipiell jedem zu empfehlen ist, hat erst etwa ein Fünftel derer, die die staatliche Riester-Förderung bekommen können, einen Vertrag abgeschlossen.
Gefördert werden nämlich neben (freiwillig) gesetzlich rentenversicherten Angestellten auch Beamte, Eltern im Erziehungsurlaub, Soldaten, Zivildienstleistende und Arbeitslose.
Im vergangenen Jahr hat der Staat für einen Riester-Vertrag 76 Euro Zuschuss bezahlt, für jedes Kind darüber hinaus weitere 92 Euro. Die Grundzulage für 2006 liegt bei 114 Euro, für jedes Kind zahlt der Staat jetzt 138 Euro zusätzlich.
Wer selbstständig ist und die Vorteile der Riester-Rente nicht nutzen kann, sollte sich auf unseren Seiten über die Rürup-Rente als Alternative informieren.
Eingeschränkte Flexibilität
Nachdem die Riester-rente bislang häufig als kompliziert und unflexibel galt, sind die Hürden seid den Änderungen in 2005 gefallen.
Musste man bislang jedes Jahr einen eigenen Antrag stellen, um die staatliche Förderung zu erhalten, können Anleger ihre Anbieter (also Bank oder Versicherung) zur Übernahme der staatlichen Föderung bevollmächtigen.
Vereinheitlicht wurde auch der Mindestbetrag, der seit 2005 60 Euro beträgt.
Außerdem wurde der Verbraucherschutz durch den Staat gestärkt. Anbieter von Riester-Produkten müssen Ihre Kunden künftig regelmäßig über Anlagemöglichkeiten und -risiken informieren.
Auch wurde der kriterienkatalog der Riester-Rente durch den gesetzgeber verringert. Bisher musste ein Altersvorsorgevertrag elf Kriterien erfüllen, damit der Kunde die staatliche Förderung auch erhielt. Jetzt sind es nur noch fünf Kritierien - die Riester-Rente ist damit deutlich flexibler und einfacher zu handhaben geworden.
Eigenvorsorge wichtig
Der Staat reagiert immer stärker auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft.
Immer weniger Berufstätige müssen die Rente von immer mehr Menschen finanzieren.
Die Riester-Rente belohnt jedoch die Eigeninitiative.
Gefördert werden in Grunde Anlagen, die im Rentenalter lebenslang zu monatlichen Einkommensleistungen führen und eine ergänzende Absicherung darstellen.
In zukunft sind Anbieter von Riesterverträgen verpflichtet, Angaben über Anlagemöglichkeiten, die Struktur des Portfolios und das Risikopotential zu machen.
Die Beitragsphase
Als Riester-Sparer profitieren Sie neben den Zuschüssen vom Staat auch von Steuervorteilen.
Der maximal geförderte, steuerfreie Sparbetrag betrug in 2005 1050 EURO.
Dieser Betrag wird, ebenso wie die Zulagen vom Staat, in den kommenden Jahren noch angehoben.
Nur wer jährlich einen festen Betrag einzahlt profitiert vom staatlichen Bonussystem. Waren es in 2005 noch zwei Prozent des Vorjahreseinkommens, so steigt der Beitrag in diesem Jahr auf drei Prozent und ab 2008 sogar bis auf vier Prozent.
Für Geringverdiener besonders lohnend
Gerade für Leute mit sehr geringem Einkommen lohnt sich die Riester-Rente. Denn schon wer einen Mindestbetrag von 60 Euro sparen kann, hat Anspruch auf die staatliche Förderung.
Die Rentenphase
In der Regel erhält man ab dem 65. Lebensjahr die Zahlungen aus der Riester-Rente. Möchte man sich die Rente aber schon ab dem 60. Lebenjahr ausbezahlen lassen, dann sinken die monatlichen Zahlungen.
Ein Plus der Riester-Rente: Mit Eintritt ins Rentenalter können Sie sich bis maximal 30 Prozent der fälligen Leistung als Einmalbetrag ausbezahlen lassen.
Der richtige Vertrag
Je nachdem, welcher Typ Sparer Sie sind, können Sie zwischen unterschiedlichen Riester-Produkten wählen.
Ein geringeres Risiko bieten zwar die klassischen Banksparpläne und Rentenversicherungen. Allerdings erziehlen diese aber auch geringere Renditen. Höhere Renditechancehn, aber auch ein höheres Risiko haben Sie bei Fondsvarianten, also fondsgebundenen Rentenversicherungen und insbesondere mit Fondssparplänen. Damit Sie die staatliche Förderung erhalten, muss das ausgewählte Produkt riester-zertifiziert sein. Das bedeutet, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüft, ob ein Altersvorsorgeprodukt bestimmten Kriterien entspricht und förderfähig ist. Erkennbar sind die förderfähigen Produkte unter anderem an einer Zertifizierungsnummer.
Riester: Hartz IV-fest
Mitunter muß der, der arbeitslos wird die eigenen Ersparnisse angreifen, bevor er Anspruch auf staatliche Unterstützung hat.
Das angesparte Kapital wird in die Berechnungen zum Arbeitslosengeld II nicht mit einbezogen, da bei der Riester-Rente der sogenannte Pfändungsschutz greift.
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